10 Überlebenstipps für Menière-Patienten


Bloggerin: Frau Frogg


Die Menière-Krankheit ist chronisch und verursacht plötzliche Drehschwindel-Anfälle mit Übelkeit und Sturzgefahr. Wie schafft man es da, trotzdem noch auf die Strasse zu gehen? Frau Frogg hat zehn Tipps für Betroffene. 
 
 
  1. Möglichst wenig von Arzt zu Arzt rennen, man kann die Menière-Krankheit sowieso nicht heilen. Sie akzeptieren und mit ihr leben lernen.
     
  2. Vorkehrungen treffen, die beruhigen. In jeder Tasche genügend  Anti-Brechreiz-Tabletten haben. Und Hörgeräte-Batterien. In schlimmen Phasen nachts einen Eimer neben das Bett stellen.
     
  3. Die Nummer jener Personen im Handy speichern, die einen im Notfall nach Hause bringen können.
     
  4. Hilfe annehmen. Ich bin schon am Arm einer entfernten Bekannten ins Büro gewankt, die ich zufällig getroffen hatte. Manchmal hilft der Zufall mehr als der beste Plan. Einfach danke sagen.
     
  5. Lärm meiden, denn er verstärkt den Schwindel. Auf Nebenstrassen spazieren, Ohropax dabeihaben, Hunde meiden. Plötzliches Hundegebell ist sturzgefährlich, jedenfalls für mich.
     
  6. Optimistisch bleiben. Die schlimmste Zeit ist für mich jeweils nach einem Schub. Dann bleibt der Schwindel weg, uns alles sollte sein wie früher. Ist es aber nicht. Dann habe ich meist ein Depressiönchen. Nicht verzagen, es geht vorbei.
     
  7. Nutzen, was wir noch haben. Wer einen Menière-Anfall hat, sieht zwar besoffen aus, kann sich aber meist klar und freundlich verständigen (mal abgesehen von der Schwerhörigkeit). Wer in einer fremdsprachigen Gegend reist, kann es mit einem visitengrossen Kärtchen versuchen. Darauf kann in jeder x-beliebigen Fremdsprache stehen: „Ich habe eine Menière-Erkrankung. Mir ist schwindlig. Bitte begleiten Sie mich zur nächsten Sitzgelegenheit“. Ich kenne zwar niemanden, der es je gebraucht hat. Aber es beruhigt.
     
  8. Auf die Signale des Körpers hören. Mit der Zeit merkt man, wenn sich ein Anfall ankündigt. Bei mir sind die Alarmsymptome bleierne Müdigkeit am Morgen, starker Hörnachlass, starke Druckgefühl im Ohr. An solchen Tagen sollte man es so ruhig wie möglich nehmen und einen Plan B für den Notfall haben.
     
  9. Sich nicht einschüchtern lassen, sich trotzdem bewegen – letzteres soll gut für den Gleichgewichtssinn sein. Wie sich das in akuten Phasen mit Punkt 8 vereinbaren lässt, muss jeder selber herausfinden.
     
  10. Die Blogs Betroffener lesen, Selbsthilfe-Foren auf dem Internet besuchen, auf Deutsch gibt es (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

https://rehagroenenbach.wordpress.com/
http://www.sh-meniere.de/ (Selbsthilfe Menière)

Für jene, die Englisch lesen:
www.mindovermenieres.com/
http://sweetcatastropheblog.blogspot.ch/p/menieres-disease.html
 
und (mein persönlicher Favorit) https://dennisstelling.blogspot.ch/
 
oder auf sich auf Facebook der Gruppe https://www.facebook.com/groups/Vertigosux/?fref=ts anschliessen. Da sieht man, wie andere ihre Probleme angehen.
01. September 2016 Selbst erlebt 0
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