Das Gute daran

Bloggerin: Frau Frogg


«Ich glaube, es gibt nichts Gutes an der Schwerhörigkeit», sagte eine Bekannte von mir neulich. Sie ist selber schwerhörig und hat gerade erhebliche Schwierigkeiten, eine Stelle zu finden.

Erst pflichtete ich ihr bei. Völlig. Aber dann fiel mir doch noch eine Anekdote ein, die dieser Einschätzung ein wenig die Bitterkeit nahm. Ende September war ich an einer Tagung in einem Hotel auf dem Land. Am Abend stellte sich heraus, dass auf dem Parkplatz vor unseren Zimmern ein Oktoberfest stattfand. Es ging hoch her. Die anderen Tagungsteilnehmerinnen sassen am nächsten Morgen mit tiefen Ringen unter den Augen beim Kaffee und klagten über den Schunkelsound bis tief in die Nacht – und über das Gerede danach draussen vor ihren Zimmern. Sie hatten alle schlecht geschlafen. Ich nicht. Ich hatte mich hingelegt, von allem nichts gehört und geschlafen wie ein Stein.
14. Dezember 2014 Selbst erlebt 1
Kommentar
marianne stiner erni
mein Vater war taub, und diese Behinderung nach einem Bombenanschlag, als seine Familie auf der Flucht war. Sprechen konnte er, "hören" nichts. Vielleicht war ihm dies so recht, wie die Zeilen oben dies berichten ? Es gibt ja auch Hörende, die nicht zuhören wollen, sich stumm und taub stellen.
14.12.2014 19:59:38

 
 
 
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